Sylt – eine kleine Insel auf der es Einiges zu entdecken gibt

Bevor der Spaß hier losgeht wollen wir euch ein paar wichtige Infos über die Insel jedoch nicht vorenthalten.

Info Mit 38km Länge und etwa 13km Breite ist Sylt die größte der nordfriesischen Inseln. Sie liegt mitten in der Nordsee und hat etwa 17.000 Einwohner. Die Insel ist sehr beliebt bei Touristen und beherbergt im Sommer über 140.000 Menschen. Man erreicht Sylt entweder mit dem Flugzeug, dem Auto oder dem Zug. Seit etwa 90 Jahren ist die Insel über den Hindenburgdamm mit dem Festland verbunden, sodass Überfahrten mit dem (Auto-)Zug möglich sind (Kosten: etwa 80€ für zwei Fahrten, nähere Infos hier.) 

Da Sylt eine Fahrradinsel ist und ihr wirklich ÜBERALL mit dem Fahrrad hinfahren könnt, hielt ich es für eine gute Idee dies an meinem ersten freien Tag zu tun. Als ich jedoch am Abend Muskelkater an allen erdenklichen Stellen hatte, wusste ich, dass es vielleicht doch keine so gute Idee war. Schon passiert 😉 Trotz des starken Gegenwindes (ich glaube das war der heftigste Wind in den ganzen 6 Wochen) bin ich wirklich einige Kilometer gefahren und konnte schon mal einige schöne Fleckchen entdecken. Nun will ich aber nicht zu viel von dem Tag erzählen an dem ich mir schwor, erst mal nicht mehr mit dem Fahrrad zu fahren, sondern euch einige Gründe geben, warum es sich lohnt auch mal gegen den Wind zu strampeln.

Die kommende Route ist nur ein Beispiel. Wir haben zwar alle genannten Orte besucht, sind diese jedoch nur teilweise mit dem Fahrrad abgefahren. Für sportliche Menschen ist sie möglicherweise machbar, ansonsten würde ich empfehlen nur in Etappen zu fahren.

 1. STOP

Unsere Fahrradtour beginnt vor unserer Haustüre, genauer gesagt in Keitum.  Dort leihe ich mir erst einmal ein Fahrrad für etwa 8€ pro Tag bei einem der vielen Anbieter im Ort aus und strample los. Um mich an das neue Gefährt zu gewöhnen, drehe ich ein paar Runden durch Keitum, und merke jetzt schon, dass sich das Fahren lohnt, denn die ersten Highlights lassen nicht lange auf sich warten.

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2. STOP 8,7km

Angekommen in Morsum fahre ich durch das ebenfalls kleine Örtchen, vorbei an den Häusern, die mich einfach dauerhaft grinsen lassen, zum Morsum Kliff. Zum ersten Mal sehe ich ein richtiges Kliff. Man ist beinahe alleine hier inmitten der Natur. Ich gönne mir eine kleine Pause und schaue währenddessen auf das weite Meer hinaus. Oh Sylt, du bist so schön!

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3. STOP 23,3km

Um an mein nächstes Ziel zu kommen fahre ich einige Zeit einfach nur über kleine Trampelpfade, weit und breit kein Mensch zu sehen – und das mitten im Sommer. Am Rantum-Becken angekommen heißt es aber: Der Weg ist das Ziel – denn die “Sehenswürdigkeit” ist das Umfahren des Beckens. Ein bisschen Gegenwind tut gut, aber die Beine fangen langsam an weh zu tun! Rantum war zudem der Startpunkt unserer Watt-Wanderung, was meiner Meinung nach ein absolutes Must-Do auf Sylt ist. Teilweise steckt man bis zu den Knien im Watt! Einfach im Touristenzentrum für die nächste Wanderung anmelden, kostet etwa 13€.

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4. STOP 36,6km

Immer gen Süden fahre ich in Richtung Hörnum, vorbei an der bekannten Sansibar. Wir hatten uns damals überlegt eine Kleinigkeit zu essen – aber keine Chance! Ohne Reservierung geht hier fast nichts. In Hörnum selbst fahre ich bis zur südlichsten Spitze der Insel, an welcher einer der vier Leuchttürme Sylts steht. Mit einer der besten Currywurst die ich je gegessen habe setze ich mich in den Sand und höre den Wellen zu, bis die Tour weitergeht.

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5. STOP 54,9km

Vom Süden geht es am Meer entlang wieder in Richtung Norden. In Westerland lege ich nochmals einen kurzen Stopp ein und mache einen  Spaziergang am Strand. Huch, hier ist aber viel los an einem sonnigen Nachmittag!

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6. STOP 62km

Bis man die Uwe-Düne in Kampen erreichen dauert es eine ganze Weile. Aber als wir ankommen realisieren wir sofort: “Das hat sich gelohnt!” Die Uwe-Düne ist die höchste Düne der Insel und liegt oberhalb der Roten Kliffs. Übrigens mein absoluter Lieblingsort auf Sylt. Wenn der Wind durch die Gräser der Dünen fegt, die Sonne untergeht und weit hinten der schwarz-weiße Leuchtturm zu sehen ist, kommt man sich beinahe vor wie in einer dieser Reisezeitschrift-unnormal. 
Genau zu diesem Zeitpunkt sollte auch das Rote Kliff besucht werden, denn erst wenn die Sonne untergeht wird es seinem Namen so richtig gerecht.

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7. STOP 72,4km

Da das Schönste bekanntlich zum Schluss kommt, radel ich weiter zu unserem meistbesuchten Ort in diesen 6 Wochen: List. In List gibt es nicht nur die beste Eisdiele, sondern auch den nördlichsten Fleck Deutschlands – der Lister Ellenbogen. Zudem haben wir dort eine Austern-Wanderung gemacht die mit einer kleinen Wattwanderung verbunden war. Man erfährt einiges über die Austernzucht, besucht die Zuchtanlagen mitten im Watt und wer mutig ist darf danach noch ein paar selbst gesammelte Austern schlürfen.

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Na, hat sich der Muskelkater gelohnt?

Wenn ihr mehr über die einzelnen Orte auf Sylt erfahren wollt und die ein oder andere Restaurantempfehlung sucht dann schaut mal hier vorbei!