Schon fast 4 Jahre ist diese Reise mittlerweile her, aber noch immer ziemlich präsent, denn seit ich, Lisa, nach dem Abitur mit meinen beiden Freundinnen den Rucksack gepackt habe und wir aufgebrochen sind nach Island, lässt mich das Land irgendwie nicht mehr so richtig los. Ich weiß bis heute noch nicht genau woran es liegt. Es war meine erste „richtige“ Reise, ohne Eltern, 3 Wochen weg von Zuhause, in ein Land von dem wir eigentlich keinerlei Vorstellung hatten. Und so einen richtigen Plan hatten wir auch nicht, denn das Meiste lief sowieso ganz anders als wir dachten.

Der Grund weshalb ich nach Island wollte waren meine Lieblingstiere. Die Wale. Zu diesem Zeitpunkt war es mein größter Traum diese gewaltigen Tiere in freier Wildbahn sehen zu können – und das geht in Europa eigentlich nirgends besser als in Island. (Spoiler: Der Traum wurde wahr!) Mittlerweile ist es einer meiner größten Träume wieder zurück nach Island zu gehen, und das wird mit Sicherheit in naher Zukunft auch passieren.

Island ist ein unbeschreibliches Land, nie zuvor habe ich etwas Vergleichbares gesehen und auch 4 Jahre später hat sich daran noch nichts geändert. Hinter jeder Kurve auf der Ringstraße erwartet einen eine andere Kulisse, mal sind es grüne saftige Wiesen oder schneebedeckte Berge, dann aber wieder große Gletscherlagunen. Das andere Mal kommst du dir vor wie auf dem Mond, zwischen Vulkanen und der steinigen Landschaft. Und außerdem ist der Weg zum Meer nie weit entfernt. Island hat alles was man sich wünscht und ist einfach Natur pur.

Mein Lieblingsland.

Allgemeines

Amtssprache: Isländisch
Einwohner: 357.050
Hauptstadt: Reykjavík
Währung: Isländische Krone

Island, ein Land das vor allem die letzten Jahre ziemlich populär geworden ist. Allein im Jahre 2018 haben über 2 Millionen Touristen das Land besucht – das sind fast 6 Mal mehr Menschen als überhaupt auf Island leben. Island ist auf derartige Touristenströme nicht vorbereitet – die Natur leidet sehr darunter, auch wenn wir als Touristen das nicht sofort wahrnehmen.

Die größte Vulkaninsel unserer Erde liegt südlich des Nordpols inmitten des Arktischen Ozeans und gehört geologisch betrachtet sowohl zu Nordamerika als auch zu Europa Die Insel ist sehr schwach besiedelt, die meisten Menschen leben in der Hauptstadt Reykjavík.
Die beste Reiszeit für Island kann man eigentlich nicht bestimmen, da es zu jeder Jahreszeit Besonderes zu entdecken gibt. Im Sommer hat man den Vorteil, dass die Tage ziemlich lang sind, da die Sonne nicht untergeht. Im Winter hingegen wird es ziemlich spät hell und ziemlich früh dunkel, dafür hat man hier aber die Chance Nordlichter zu sehen. Wettertechnisch kann man sagen, dass es eigentlich nie richtig warm wird und dass sich das Wetter wirklich alle 5 Minuten ändern kann. Man sollte also auf alles vorbereitet sein. Wir hatten beispielsweise im Juli in Reykjavík um die 14 Grad, im Norden des Landes jedoch auch mal -3.

Island gehört zu den glücklichsten Ländern der Welt – und da spürt man auch. Das Leben in Island ist anders als wir es teilweise gewohnt sind, die Menschen sind herzlich und unglaublich hilfsbereit. Meiner Meinung nach kann man sich dort nur wohl fühlen.

Kostenaufstellung

Island ist ein teures Pflaster. Für den Komfort den wir dort hatten (eigentlich keinen) haben wir trotzdem verhältnismäßig viel ausgegeben. Die Lebensunterhaltskosten sind sehr hoch und das spürt man sofort. Wenn man nach Island reist sollte man sich dem bewusst sein. Mittlerweile kann man leider für sehr wenig Geld nach Reykjavík fliegen, jedoch werdet ihr vor Ort nicht unbedingt so sparsam weitermachen können. Wir waren mit dem Zelt unterwegs, haben etwa 2 von drei Wochen nur auf Campingplätzen geschlafen. Essen waren wir nur zwei Mal, ansonsten haben wir uns mit dem Gaskocher unser Essen zubereitet, welches wir übrigens zu großen Teilen von Zuhause mitgebracht haben. In der ersten Woche hatten wir nicht mal Gas, deswegen haben wir uns eigentlich nur von Brot, Käse und Gurken ernährt – ziemlich sparsam eigentlich, trotzdem war das Ganze nicht gerade billig. An unseren ersten Tagen haben wir in unserem Hostel in Reykjavík gleich ein Zimmer für die letzte Nacht vorgebucht, also 3 Wochen vorher. Das Zimmer hat etwa 30€ pro Person gekostet. Geht eigentlich, denkt man, wenn man nicht weiß, dass in diesem Zimmer noch 29 andere Menschen geschlafen haben. Nur, dass ihr eine grobe Vorstellung hat, was euch eventuell erwarten kann. Aber lasst euch davon nicht abschrecken. Billiger kriegt man es mit Sicherheit hin, teurer aber auch. Island ist nicht günstig, aber ein so tolles Land und dafür gibt man das ganze Geld auch irgendwie gerne aus.

Gesamtkosten (für 21 Tage)1451,31
Gesamtkosten in €
Unterkünfte gesamt333,22
Keflavík Hotel (1 Nacht)60,00
Reykjavík Hostel (3 Nächte)60,58
Skogafoss Camping (1 Nacht)7,46
Vík Camping (2 Nächte)18,83
Skaftafell Camping (2 Nächte)20,27
Höfn Camping (2 Nächte)10,18
Egilsstaðir Camping (2 Nächte)9,50
Seyðisfjörður Hostel (1 Nacht)25,11
Reyklahid Camping (1 Nacht)10,18
Akureyri Hostel (2 Nächte)68,56
Blöndous Camping (1 Nacht)10,18
Borgarnes Camping (1 Nacht)10,18
Reykjavik Camping (2 Nächte)22,19
Transport gesamt301,73
Buspass221,64
Lokale Busse53,63
Flughafenshuttle (hin & zurück)26,46
Essen & Trinken gesamt131,17
Ausflüge gesamt236,85
Golden Circle Tour60,15
Blue Lagoon68,00
Whale Watching in Husavík56,56
Whale Museum in Husavík3,39
Reiten in Blöndous44,00
Schwimmbad in Höfn4,75
Sonstiges gesamt57,52
Flug gesamt390,82
Fortbewegung

Island ist eigentlich das perfekte Land für einen Roadtrip im Campervan oder mit einem Mietwagen. Da wir 2015 gerade frisch die Schule beendet hatten und alle 3 erst 18 waren, konnten wir das jedoch vergessen, denn in Island darf man meistens erst ab 21 ein Auto mieten. Wir entschieden uns die Strecken mit dem Bus zurückzulegen. Der Bus war quasi so ein Hop-on-Hop-off-Bus, das heißt, wir konnten aussteigen oder einsteigen wo wir wollten. Für die erste Reise allein, ohne großartige Erfahrungen war das auf alle Fälle eine richtig gute Alternative zum Mietwagen – und um einiges billiger und bequemer.

BUS & BAHN

Das Thema „Bahn“ lassen wir hier mal außen vor – denn diese gibt es in Island nicht. Zumindest nicht zur Personenbeförderung.

Der Bus war jedoch ein sehr, sehr großes Thema für uns, denn er war unser einziges Fortbewegungsmittel innerhalb dieser drei Wochen.

Wir hatten uns im Voraus schon einen „Full Circle Passport“ gekauft. Dieser beinhaltet, dass man mit dem Bus einmal um die Insel fahren kann, in welche Richtung ist egal, du kannst nur nicht wieder in derselben Richtung zurückfahren. Der Pass ist den ganzen Sommer gültig, heißt, du bezahlst den selben Preis wenn du ihn nur eine Woche oder 6 Wochen nutzt.

Auf der Website findest du zusätzlich auch noch andere Pässe, beispielsweise für den Süden oder die Highlands.

Die Busfahrten waren immer sehr angenehm. Meist waren die Busse nicht sehr voll, am Anfang war sogar noch ein „Reiseführer“ dabei der uns ein paar Geschichten zum Land und der Landschaft erzählt hat. Die Ausstattung der Fahrzeuge war super und die Busse waren auch immer sehr sauber. Bekannte Naturspektakel entlang der Ring Road wie die etlichen Wasserfälle oder die Gletscherlagune stehen mit auf dem Plan und man macht dort immer einen längeren Stop um sich mal die Beine zu vertreten oder ein paar tolle Bilder zu machen, jedoch kann man natürlich auch aussteigen und erst am nächsten Tag weiterfahren.

Die Busse fahren meines Wissens nach nur ein Mal am Tag, ihr könnt also nicht morgens aussteigen und abends weiterfahren. Kann aber sein, dass sich das in der Zwischenzeit geändert hat.

Lokale Busse gibt es auch, haben wir jedoch nur zwei Mal genutzt. Wir waren sehr zufrieden damit, jedoch waren sie nicht gerade günstig.

Link zu den Bus-Pässen: https://icelandbybus.is

Es gibt übrigens einige Fernbusse in Island mit denen ihr von Reykjavík aus zu vielen Zielen gelangt. Alle werden überwacht von BSI, der Busgesellschaft in Island.

PER ANHALTER

Zu Trampen ist in Island eigentlich fast Gange und Gebe. Wir haben es zwei Mal versucht und wurden auch innerhalb kürzester Zeit mitgenommen. Beim ersten Mal hat es sogar beim ersten Auto geklappt. Isländer, so wie andere Reisende sind meistens unglaublich nette Menschen, man muss also keine Angst haben bei jemandem „Fremden“ mitzufahren. Per Anhalter zu Fahren ist auf der Insel auf jeden Fall die billigste Variante und zudem lernt ihr noch neue Leute kennen.

MIT DEM MIETWAGEN ODER DEM CAMPER

Eigentlich die beste Variante Island zu bereisen. Beim nächsten Mal werden wir das definitiv auch tun, alt genug sind wir ja mittlerweile. Gerade um die abgelegeneren Orte oder die heißen Quellen zu besuchen ist ein Auto ein MUSS, anders gelangt ihr dort nicht hin. Außer ihr fahrt mit dem Fahrrad oder lauft Ewigkeiten. Wie oben schon erwähnt ist die Vermietung meist erst ab 21 Jahren. Die Kosten für ein Auto sind durchschnittlich so 30€ pro Tag, ein Auto mit Dachzelt bekommst du für etwa 70€, ein Wohnmobil kostet mindestens das Doppelte. Momentan sind die Benzinpreise mit 1,70€ pro Liter ziemlich hoch (Stand: 11.3.2019). Außerdem solltet ihr darauf achten was ihr für ein Auto oder einen Camper benötigt und wohin ihr fahren wollt. Teilweise liegt noch bis Mai Schnee und einige Straßen sind gesperrt oder nicht mit einem „normalen“ Auto befahrbar, sondern nur mit einem Allrad. Schaut also immer mal wieder nach, auch vor Ort, wie die Verhältnisse sind, denn das Wetter ändert sich wirklich schlagartig und ist immer für Überraschungen bereit.

Link zum Mietwagen-Vergleichportal: https://www.billiger-mietwagen.de

Link zu Mietwagen- und Campervermietung: https://guidetoiceland.is/de

Link zu Wetterinformationen und Straßenverhältnissen: http://www.road.is

Die Preise für die Transportkosten könnt ihr unter der Kategorie „Kostenaufstellung“ entnehmen.

Route & Unterkünfte

Island passt flächenmäßig fast 3 1/2 mal in Deutschland – es ist also kein besonders großes Land, was sich für eine Rundreise jedoch perfekt anbietet. Innerhalb von drei Wochen haben wir einmal die Insel umrundet, machbar ist das aber auch in einem deutlich kürzeren Zeitraum.
Die Ringstraße ist die einzige „große“ Straße in Island und in etwa vergleichbar mit einer Bundesstraße, manchmal auch nur einer Landstraße, hier bei uns. Die Straße führt einmal im Kreis herum und bietet sich also perfekt für einen Roadtrip um die Insel an.

Info: Die Route ging noch weiter über Bifröst und Borgarnes zurück nach Reykjavík. Konnte leider nicht mehr Orte hinzufügen.

REYKJAVIK

Wie viele Tage haben wir hier verbracht? 5 Tage
Wie viele Tage empfehlen wir? 3-4 Tage
Wo haben wir übernachtet und wie viel haben wir bezahlt? In Reykjavík waren wir am Anfang der Reise und am Ende. Übernachtet haben wir im Bus Hostel, aber auch auf dem Campingplatz. Das Hostel war war echt super, zwar nicht so zentral, aber Reykjavík ist ja nicht groß. Zu Beginn der Reise haben wir in einem 4-er Zimmer geschlafen, am Ende in einem größeren Schlafsaal. Es gab einen Aufenthaltsraum mit Sofas und vielen Sitzmöglichkeiten – dort kam man ziemlich schnell mit anderen Reisenden ins Gespräch. In der Küche des Hostels konnte man sein eigenes Essen zubereiten. Außerdem wurden unterschiedliche Touren angeboten, wir haben zum Beispiel die Golden Circle Tour gebucht und den Bus zur Blauen Lagune.

Der Campingplatz war riesig im Vergleich zu dem, was wir die Tage zuvor gewohnt waren. Es stehen einem Duschen, Toiletten, viele Kochplätze und Sitzmöglichkeiten zur Verfügung. WLAN und Strom gibt es auch, sogar eine kleine Rezeption was auf dem „Campingplätzen“ in Island nicht gerade alltäglich ist.

etwa 23€ / Nacht im 4-er Zimmer
Link zur Unterkunft: https://www.bushostelreykjavik.com

etwa 17€ / pro Person im Zelt
Link zum Campingplatz: http://www.reykjavikcampsite.is

Gibt’s was, was man wissen muss? Reykjavík ist die Hauptstadt Islands und wohl auch der belebteste Ort des ganzen Landes, denn hier leben die meisten Menschen. Neben vielen Museen, der bekannten Kirche „Hallgrimskirkja“ und dem Konzerthaus „Harpa“ sind die Einkaufsstraße, in der man viele kleine, lokale Geschäfte findet oder die Promenade am Meer sehr sehenswert. Reykjavík hat seinen eigenen Charme, ist eigentlich gar nicht so „besonders“, aber irgendwie auch doch. Sollte bei deiner Reise auf jeden Fall dabei sein.

SKOGAR (SKOGAFOSS)

Wie viele Tage haben wir hier verbracht? 1 Tag
Wie viele Tage würden wir empfehlen? 1 Tag
Wo haben wir übernachtet und wie viel haben wir bezahlt? Das Highlight in Skogar ist der Skogafoss, ein gewaltiger, steiler Wasserfall. Und genau vor diesem Wasserfall kann man campen – und das haben wir auch gemacht. Wenn man morgens aufsteht, schon das laute Plätschern hört und den Reißverschluss vom Zelt öffnet und direkt auf den Wasserfall schaut – unbeschreiblich. Nebenan gibt es einen kleinen Shop, Toiletten und kostenpflichtige Duschmöglichkeiten.

etwa 7€ / pro Nacht pro Zelt

Gibt’s was, was man wissen muss? Außer dem Wasserfall gibt es eigentlich Nichts weit und breit außer endlose Natur. Neben dem Wasserfall führt ein kleiner Weg auf den Berg hoch – ein guter Startpunkt für eine kleine Wanderung.

VÍK

Wie viele Tage haben wir hier verbracht? 2 Tage
Wie viele Tage empfehlen wir? 2 Tage
Wo haben wir übernachtet und wie viel haben wir bezahlt? Übernachtet haben wir in Vík auf dem Campingplatz. Wie fast überall in island ist das nur eine kleinere Grünflache, wenn man Glück hat gibt es Toiletten, Duschen und Waschräume und ein kleiner Aufenthaltsraum – was hier übrigens der Fall ist.

etwa 9€/pro Nacht pro Zelt
Link zur Unterkunft: http://www.vikcamping.is/vik-camping.html

Gibt’s was, was man wissen muss?  In Vík gibt es nicht unbedingt viel. Ein paar Häuser, eine kleine Kirche hoch oben auf dem Berg – und der schwarze Strand. Vík war jedoch eines meiner Highlights der Reise. Der Strand war menschenleer, der Wind tobte ganz schön und die Wellen schlugen ziemlich hoch – und um einen rum nur der schwarze Strand und vom Nebel verdeckte Berge. Solltet ihr auf jeden Fall besuchen.

SKAFTAFELL NATIONALPARK

Wie viele Tage haben wir hier verbracht? 2 Tage
Wie viele Tage würden wir empfehlen? 1-2 Tage
Wo haben wir übernachtet und wie viel haben wir bezahlt? Übernachtet haben wir hier ebenfalls auf dem Campinglatz, der um einiges größer war als der in Vìk. Auch hier gab es wieder Waschräume, Duschen und Toiletten. Oftmals waren die Duschen übrigens kostenpflichtig. Ebenfalls auf dem Campingplatz war ein Visitor Center mit kleinem Shop, bei dem ihr euch mit Lebensmitteln eindecken könnt. Bei schlechtem Wetter kann man dort auch mal eine Weile verweilen, denn es gibt ansonsten keine Möglichkeiten sich irgendwo reinzusetzen.

etwa 10€ / pro Nacht pro Zelt
Link zur Unterkunft: https://www.vatnajokulsthjodgardur.is

Gibt’s was, was man wissen muss? Die Gegend um Skaftafell ist wahrscheinlich eine der sehenswertesten der ganzen Insel. Der Nationalpark ist einer der größten Europas und bietet viele Wander- und Ausflugsmöglichkeiten. Gletscherzungen, Wasserfälle und grüne Berge prägen die Landschaft und sind absolut einen Besuch wert. Übrigens könnt ihr dort eine Gletscherwanderung unternehmen.

HÖFN

Wie viele Tage haben wir hier verbracht? 2 Tage
Wie viele Tage würden wir empfehlen? 1-2 Tage
Wo haben wir übernachtet und wie viel haben wir bezahlt? Wieder auf dem Campingplatz – wer hätte es gedacht? Ihr findet dort natürlich wieder Toiletten und Duschen, Kochmöglichkeiten und einen kleinen Shop. Außerdem WLAN, was auch nicht gerade so selbstverständlich ist (zumindest 2015 nicht).

etwa 5€ / pro Nacht pro Zelt
Link zur Unterkunft: https://www.south.is/en/services/hofn-camping-ground

Gibt’s was, was man wissen muss? Viel zu entdecken gibt es nicht, außer mal wieder viel Natur. Wir waren im dortigen Schwimmbad – was übrigens immer gut ist, wenn man campen ist. Die Schwimmbäder, die es  in fast jedem Ort gibt, sind nicht gerade teuer und ihr könnt dort dann auch richtig warm duschen, was etwas mehr Komfort bietet als die Duschen auf den Zeltplätzen. Zudem gibt es in Höfn eine kleine Hot Dog Bude „Hafnarbudin“ mit richtig leckerem Hot Dog, direkt am Hafen. Toll sein soll auch das Gletschermuseum, welches wir jedoch nicht besucht haben.

EGILSSTAÐIR

Wie viele Tage haben wir hier verbracht? 2 Tage
Wie viele Tage würden wir empfehlen? 1 Tag
Wo haben wir übernachtet und wie viel haben wir bezahlt? Wir waren dort ebenfalls campen, der Platz ist jedoch sehr klein. Ihr findet hier natürlich wieder einen kleinen Aufenthaltsraum im Visitor Center und Möglichkeiten zum Duschen. Außerdem gibt es dort auch eine Waschmaschine und einen Trockner. Nebenan befindet sich eine kleine Bar, in welcher man abends zum Beispiel etwas Trinken kann.

etwa 10€ /pro Nacht pro Zelt
Link zur Unterkunft: http://www.visitegilsstadir.is

Gibt’s was, was man wissen muss? Egilsstadir ist die größte Stadt im Osten, dementsprechend findet man dort einige größere Geschäfte, die es sonst in der Gegend nicht gibt. Ansonsten ist der Ort um ehrlich zu sein relativ unspektakulär, wir selbst haben ihn auch nur dazu genutzt um weiter nach Seydisfjördur zu reisen.

SEYÐISFJÖRÐUR

Wie viele Tage haben wir hier verbracht? 2 Tage
Wie viele Tage würden wir empfehlen? 2 Tage
Wo haben wir übernachtet und wie viel haben wir bezahlt? Zum ersten Mal seit Tagen haben wir uns nach den verfrorenen Nächten im Zelt ein Hostel gegönnt – das allerschönste auf unserer Reise. Wir haben ein 4er Zimmer bekommen, da ansonsten kein anderes frei war. Die Duschen und Toiletten sind außerhalb vom Zimmer. Selbstverständlich gibt es WLAN, auch Waschmaschinen und Trockner – und sogar eine Sauna.

etwa 25€ / Nacht im 4-Zimmer
Link zur Unterkunft: https://hafaldan.is

Gibt’s was, was man wissen muss? Seydisfjördur war für mich persönlich einer der schönsten Orte, auch wenn es dort nicht unbedingt viel gibt. Der kleine Ort liegt direkt am Fjord, zwischen großen, teilweise schneebedeckten Bergen. Ein richtiger Ort zum Runterkommen. Tipp: Am schönsten ist einfach die kleine Kirche!

REYKLAHID / MYVATN

Wie viele Tage haben wir hier verbracht? 2 Tage
Wie viele Tage würden wir empfehlen? 2 Tage
Wo haben wir übernachtet und wie viel haben wir bezahlt? Auf dem Campingplatz, wie so oft. Und dort hatten wir richtig Pech, denn es hat in Strömen geregnet. Wir haben uns dann zu dritt in ein Zelt gekuschelt, damit uns in dieser Nacht nicht so kalt ist und haben sie dann auch irgendwie rumgebracht. Schön war’s nicht. Es gab dort jedoch wieder Toiletten, Duschen und Waschmöglichkeiten. Ein großes Zelt, welches jedoch total undicht war, bietet Aufenthaltsmöglichkeiten zum Essen oder Zusammensitzen. Der Platz an sich war aber richtig schön, direkt am See gelegen.

etwa 10€ / pro Nacht pro Zelt

Gibt’s was, was man wissen muss? Der Myvatn-See liegt inmitten eines Vulkansystems, ein Spaziergang am Ufer kann also richtig schön sein. So wie eben alles in Island. Nicht weit davon entfernt gibt es das Myvatn Nature Bath, hier wird ähnlich wie bei der Blauen Lagune, mineralreiches Wasser in eine Senke geleitet. Das Wasser hat eine Temperatur von etwa 40 Grad und ist eine richtig gute Alternative zur Blauen Lagune: Um einiges billiger und viel weniger Menschen.

HUSAVÍK

Wie viele Tage haben wir hier verbracht? 1 Tag
Wie viele Tage würden wir empfehlen? 1 Tag
Wo haben wir übernachtet und wie viel haben wir bezahlt? Hier haben wir nur einen Tagesausflug gemacht, also nicht übernachtet

Gibt’s was, was man wissen muss? Husavík – der Hauptgrund für mich, warum ich nach Island wollte. So klein dieser Ort auch sein mag, so eine „große“ Bedeutung hat er irgendwie für mich. Mein Traum war es Wale zu sehen, in Husavík ging er in Erfüllung. Island bietet in Europa mit die besten Chance auf die Sichtung dieser Giganten, Husavík ist dafür der beste Ort. Ganz im Norden gelegen, tümmeln sich hier vor allem Buckelwale, aber auch Blauwale, Schweinswale oder Zwergwale. Außerdem konnten wir auch sehr viele Puffins, die kleinen Papageientaucher, sehen. Ein ziemlich unvergesslicher Tag. Neben den Whale Watching Touren befindet sich auch ein kleines, sehr sehenswertes Walmuseum im Ort.

AKUREYRI

Wie viele Tage haben wir hier verbracht? 3 Tage
Wie viele Tage würden wir empfehlen? 2-3 Tage
Wo haben wir übernachtet und wie viel haben wir bezahlt? In Akureyri waren wir im Akureyri Backpackers Hostel, welches sich direkt in der kleinen Einkaufsstraße befindet. Dort findet ihr wieder Duschräume, eine Küche und sogar ein eigenes Hostel-Restaurant. Im Untergeschoss befindet sich sogar eine Sauna, deren Nutzung im Preis mitinbegriffen war. Das Hostel ist sehr zentral gelegen und wir empfehlen es auf jeden Fall weiter. Viel Auswahl habt ihr in Island sowieso nie ;-).

etwa 35€ / Nacht im Schlafsaal
Link zur Unterkunft: https://www.akureyribackpackers.com/ge

Gibt’s was, was man wissen muss? Die viertgrößte Stadt der Insel ist mit ihren 18.000 Einwohnern ja schon fast wieder schnucklig. Es gibt einige sehenswerte Gebäude, wie beispielsweise die Kirche. In der Fußgängerzone findet man einiges an Street Art. Am Ufer des Fjords legen ab und zu Kreuzfahrtschiffe an, dementsprechend ist immer etwas los in der Stadt.

BLÖNDOUS

Wie viele Tage haben wir hier verbracht? 2 Tage
Wie viele Tage würden wir empfehlen? 1-2 Tage
Wo haben wir übernachtet und wie viel haben wir bezahlt? Wieder Campingplatz, ausgestattet mit Allem was so wichtig ist. Sanitäre Anlagen und Abwaschmöglichkeiten. Blöndous war für uns ein Ort an dem wir einfach sehr viel relaxt haben, dafür ist er nämlich ganz gut.

etwa 5€ / pro Nacht pro Zelt
Link zur Unterkunft: https://www.campercontact.com/de

Gibt’s was, was man wissen muss? Im Zentrum des Ortes findet ihr Einkaufsmöglichkeiten, ansonsten ist Blöndous wie gesagt nur ein guter Ort für eine Rast oder eine Nacht. Wir haben trotzdem die Zeit genutzt und sind dort reiten gegangen. Die kleine Pferdefarm kann ich Euch wärmstens empfehlen: http://galsi.is
Wir haben die Tour über den Campingplatz gebucht und wurden dann auch direkt dort abgeholt.

BIFRÖST

Wie viele Tage haben wir hier verbracht? 2 Tage
Wie viele Tage würden wir empfehlen? 1 Tag
Wo haben wir übernachtet und wie viel haben wir bezahlt? Nachdem wir aus dem Bus ausgestiegen sind und dieser wieder wegfuhr, fiel uns auf, dass wir wohl einen kleinen Fehler begangen haben. Denn es gab Nichts in Bifröst. Ein paar Häuser, ein ziemlich kleiner, schlecht ausgestatteter Supermarkt, ein Hotel, und.. eine Universität. Bis auf das Hotel, das einfach viel zu teuer war, hatten wir keine Übernachtungsmöglichkeit. Also suchten wir uns ein Schlafplätzchen am Rande eines kleinen Feldwegs – das erste Mal Wildcampen, wir waren ja ziemlich aufgeregt.

Gibt’s was, was man wissen muss? Außer dass es in Bifröst eine der kleines Universitäten gibt, muss man tatsächlich nichts wissen. Könnt ihr getrost überspringen.

BORGARNES

Wie viele Tage haben wir hier verbracht? 2 Tage
Wie viele Tage würden wir empfehlen? 1 Tag
Wo haben wir übernachtet und wie viel haben wir bezahlt? Campingplatz. Dort findet ihr zwar eine Toilette, aber keine Dusche, was uns nach mittlerweile 5 Tagen ohne Dusche zum Verhängnis wurde. Ansonsten ist der Platz aber ganz schön, wieder ziemlich nah am Wasser gelegen. In der „Stadt“ findet ihr alles was ihr so braucht.

etwa 5€ / pro Nacht pro Zelt
Link zur Unterkunft: https://www.west.is

Gibt’s was, was man wissen muss? 
Die Stadt ist Heimatort für den Dichter und Sagahelden Egill Skallagrímsson, dementsprechend ist sie auch geprägt von einigen Denkmälern von diesem. In der Gegend gibt es einige Lachsflüsse. Jedoch war der Ort für uns persönlich nicht unbedingt sehenswert.

Da die Reise mittlerweile fast 4 Jahre her ist, kann es gut sein, dass manche Angaben nicht mehr genau stimmen, auch wenn ich das Ein oder Andere natürlich nochmal recherchiert habe. Island ist ein wunderbares Land, dass man meiner Meinung nach aber mit eigenen Augen gesehen haben sollte, denn für mich war es sehr schwer, das Erlebte in Worte zu fassen. Beispielweise was die Sehenswürdigkeiten angeht – typische Sehenswürdigkeiten gibt es nicht, denn ALLES dort ist sehenswert. Die Natur ist das Schönste und dazu braucht es auch nicht unbedingt bestimmte Ortsangaben oder Sonstiges, denn hinter jeder Kurve entdeckt ihr Etwas, was euch zum Staunen bringen wird. Das verspreche ich Euch. Einen kleinen Vorgeschmack mit vielen, vielen Bildern findet ihr hier. Oder aber auch hier.